Anschrift

AVE-logo165

Anglerverein Eichwalde e.V. im DAV
Vereinsheim

15732 Eichwalde
Lindenstraße 4

eMail:
anglerverein-eichwalde@web.de

Telefon:
033762 - 20 42 5
Postanschrift:
Stefan Weidel
Schloßstr. 10
15732 Schulzendorf

Vereinsgeschichte

 

Adrian Eichelmann aus unserer Kinder und Jugendgruppe hat in einer Projektarbeit der Schule die Geschichte des Anglervereins Eichwalde e.V. seit seiner Gründung ausgearbeitet. Hier der Inhalt seiner Arbeit.

 

1. Einleitung

Seitdem ich denken kann, begeistert mich das Angeln und das Fischen. Um meinInteresse und meineLeidenschaft für diesen Sport aufzuzeigen, schreibe ich meine Facharbeit im Fach Geschichte über das Angeln und den Anglerverein Eichwalde e.V., dessen Mitglied ich seit dem Jahr 2009 bin.

 

 

2. Was ist Angeln überhaupt?

In einigen Gegenden wird Angeln auch als Sportfischen bezeichnet. Beide Begriffe bezeichnen die Ausübung der Fischerei nicht zu Erwerbszwecken, sondern als Freizeitbeschäftigung, also als Hobby.

Dabei wird mit einer oder mehreren Handangeln gefischt. Im einfachsten Fall gehören dazu eine Angelschnur und ein Angelhaken. Im Allgemeinen benutzen die Angler heute eine Angelrute und eine Angelrolle zum Aufwickeln der Hauptschnur. Am Ende der Hauptschnur wird eine dünnere Schnur, die sogenannte Vorfachschnur (kurz Vorfach) meist mit einem Wirbel als Bindeglied verbunden. Der Wirbel soll ein Verdrehen (auch Verdrallen genannt) der Hauptschnur verhindern. Am Ende des Vorfachs wird ein zum Fisch passender Angelhaken aufgebunden. Weiterhin werden beim Angeln oft auch Bissanzeiger (z.B. Posen, Aalglöckchen, Pieper) und Bleibeschwerung zum Absinken des Köders verwendet.

DAFV Logo 1


Es gibt unzählige verschiedene Angelmethoden, sehr verschiedene Rutenarten, Rollenarten, Bissanzeiger, Posen, Bebleiungen, Hakensorten und Köderarten, alle jeweils angepasst an die Art der zu fangenden Fische und die dazu angewendete Angeltechnik.

 

3. Geschichte des Angelns

Das Angeln und das Fischen sind neben der Jagd auf Tiere des Waldes und der Steppen und dem Sammeln von Früchten, Beeren, Wurzeln, Nüssen etc. die wohl ältesten Arten der Ernährung der Menschheit, noch weit vor Ackerbau und Viehzucht. Die Wurzeln des Angelns reichen bis tief in die Steinzeit zurück. Dies ist belegbar durch Funde von knöchernen Stab-angelhacken, die ein Alter zwischen 16.000 und 23.000 Jahren haben. In einer Höhle von Osttimor in Asien konnten Gerippe von Hochseefischen gefunden werden, welche von Menschen gefischt wurden, die bereits vor 42.000 Jahren dort lebten. Aus Mammut-Elfenbein gefertigt sind die sechs ca. 12.300 Jahre alten Krummhaken, die in Wustermark, Brandenburg, gefunden wurden. Sie gelten weltweit als die ältesten gekrümmten Angelhaken. Die ersten Angelschnüre wurden aus Rentiersehnen, Pferdehaaren und Brennesselfasern gefertigt. Daran angebunden wurden aus Horn, Elfenbein, Knochen, Stein, Muschelschalen, u.ä. gefertigte Angelhaken, die sich mit einer Länge von 8-15 Zentimetern anfangs nur zum Angeln großer Fische eigneten. Mit der Zeit lernten die Menschen kleinere Haken anzufertigen, mit denen nun auch kleinere Fische geangelt werden konnten.

Krummhaken 1

Stab- Angelhaken 1


Verglichen mit der Reusen- und Netzfischerei ist der Aufwand beim Angeln deutlich geringer. Im Gegensatz zur Reusen- und Netzfischerei konnten mit der Angel auch kleinere Fische gefangen werden, ebenso die Fische, die mit Speer und Harpune schwierig zu treffen waren. Geangelt werden konnte auch in tieferen und trüben Gewässerschichten, da der Fisch, durch den Köder angelockt, zum Haken schwimmt. Anders als bei der Jagd mit Speer und Harpune, bei der der Fisch zu sehen sein muss, um auf ihn zielen zu können. Auch das Fischen in zugefrorenen Gewässern war mit der Handangel nun möglich. Es genügte ein ausreichend großes Angelloch in das Eis zu hacken.

 

 

4. Angelmethoden Kurzüberblick

4.1. Friedfischangeln

Zielfische beim Friedfischangeln sind nicht geschützte Arten, die sich durch Pflanzen und Weichtiere, wie Schnecken, Würmer oder kleine Larven ernähren. Der Haken wird mit imitiertem Futter versehen, in den meisten Fällen werden Teig, Würmer, Maden oder Larven verwendet. Oft wird mit Futter angefüttert, um die Fische an den Angelplatz zu locken und in Fressrausch zu versetzen. In unseren Gewässern sind Friedfische zum Beispiel Schleie, Brassen, Rotfeder und Karpfen.

 

4.2. Raubfischangeln

Das Ziel sind Fischarten, die sich räuberisch ernähren, heißt andere Fische oder Wasserbewohner aktiv jagen und fressen. Dabei werden entweder künstlich hergestellte Futterfische aus Metall, Weichplastik oder anderen Materialien eingesetzt oder tote Köderfische mit Haken versehen und durch das Wasser gezogen. Beide sollen einen verletzten oder toten Köderfisch imitieren. Zu den wichtigsten Raubfischen gehören in Deutschland Aal, Wels, Forelle, Zander, Hecht und Barsch.

 

4.3. Weitere Angelarten

Es gibt viele weitere Angelarten, die sich nach dem Angelort (z.B. Brandungsangeln, Hochseeangeln, Eisangeln, Meeresangeln) nach der Angelzeit (Tagangeln, Nachtangeln), der Angel-/ Ködermethode (z.B. Fliegenfischen, Spinnangeln, Drop- Shot Fischen) oder der Fischart (Karpfenfischen, Hechtangeln, …) gliedern.

Unter den Anglern gelten auch strenge Regeln über Verbote, Schonzeiten, Betretens- und Befahrensverbote, freiwillige Einhaltung von Regeln und Fangberenzungen, die dem Schutz der Fische und der Natur dienen. Weiterhin gelten auch Sicherheitsbestimmungen zum Schutz der Angler und der Gewässer. Beispielweise dürfen Jugendliche aus Sicherheitsgründen (Schutz vor Verletzungen u.a. durch spezielle Raubfischhaken) erst ab 14 Jahren das Raubfischangeln ausüben.

Ein zu starkes Anfüttern könnte Verwesungsvorgänge am Grund des Gewässers auslösen. Aus diesem Grunde werden die jeweiligen Futtermengen wie z.B. beim Hegefischen begrenzt.

In Deutschland verboten sind das Dynamitfischen, die Cyanidfischerei außerdem das Angeln mit einem lebenden Köderfisch oder anderen lebenden Ködern wie Fröschen, Mäusen, Entenküken etc.. Würmer und Maden fallen nicht unter dieses Verbot. Rechtsgrundlage sind das Landesfischereigesetzt und die Landesfischereiordnung der jeweiligen Bundesländer, das Tierschutzgesetz, die Bundesartenschutzverordnung sowie das Bundesnaturschutzgesetz.

Das Angeln in Deutschland ist in der Regel nur mit gültigem Fischereischein (ausgestellt auf Antrag durch die untere Fischereibehörde oder die Gemeinde- bzw. Stadtverwaltungen) und einem Fischereierlaubnisschein/ Gewässerschein (ausgestellt durch den Fischereirecht-Inhaber, der Eigentümer oder Pächter des Gewässers ist) erlaubt. Das Angeln ohne gültige Papiere, das sogenannte Schwarzangeln, gilt nach § 293 Nr.1 und 2 des StGB als Fischwilderei und kann mit empfindlichen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu 2 Jahren geahndet werden.

 

 

5. Wie entstanden die Angelvereine?

5.1. Die Zeit vom Mittelalter bis 1945

Im Mittelalter gab es Zeiten, da war das Fangen von Fischen ein Privileg der herrschenden Oberschicht. Dem einfachen Volk war es zum Teil unter Androhungen von Strafen verboten. In der Zeit der industriellen Entwicklung änderte sich das. Die sich organisierenden Arbeiterbewegungen in Deutschland gründete am 8.März 1866 den „ Central Verein der Anglerfreunde 1866 e.V.“ in Berlin Friedrichshain. Danach entwickelten sich um 1900 viele Anglervereine, die sogar auch eigene Zeitungen heraus brachten. Parallel gab es bürgerliche und Arbeiter Anglersportvereine, die 1933 von den Nationalsozialisten in ihrer Form verboten wurden und in den „Reichsverband deutscher Sportfischer“ mündeten.

 

5.2. Die Zeit nach Ende des 2. Weltkrieges

Auch im Raum Berlin- Brandenburg war die Zeit nach dem 2. Weltkrieg geprägt vom Beseitigen der Kriegsschäden. Erst im Jahre 1954 gab es in unserem Raum einen Neubeginn mit einer „Verordnung über die Bildung einer einheitlichen Anglervereinigung in der DDR“, beschlossen am 13.Mai 1954, die Geburtsstunde des ehemaligen Deutschen Anglerverbandes DAV der DDR.

 

Landesanglerverband Brandenburg Wappen 1

Eichwalder Wappen 1


6. Wie entstand der Anglerverein Eichwalde?

6.1. Die Gründung 1962

Durch den Bau der Deutsch- Deutschen Mauer am 13.August 1961 wurde der Grenzpostenstützpunkt der DDR an der Eichwalder Badewiese am Zeuthener See überflüssig. Der Gewässerposten der Grenztruppen der DDR wurde aufgelöst und es hinterblieb ein verwaister Bootssteg, der damalige Auslöser für die Entstehung des Anglervereins Eichwalde e.V.. Zwölf begeisterte Sportangler, die bereits in den DAV Ortsgruppen Schmöckwitz bzw. Zeuthen organisiert waren, schlossen sich zusammen, um in Eichwalde einen eigenen Anglerverein zu gründen. Sie kümmerten sich um ein Grundstück, warben weitere Mitglieder und setzten alle Hebel in Bewegung, um ihren Traum vom Anglerverein Eichwalde zu verfolgen. Die Vorbereitungen liefen ein halbes Jahr lang bis zum 01.März 1962, der Geburtsstunde der DAV (Deutscher Anglerverband) Ortsgruppe Eichwalde. An diesem Tag versammelten sich die Angelfreunde zur Vereinsgründung in der HO Gaststätte „Zum Stern“ und wählten den 1. Vorstand in der Vereinsgeschichte. Dessen Mitglieder waren namentlich:

  1. 1.Vorsitzender:Manfred Kalz
  2. 2.Vorsitzender:Paul Sperling

Kassenwart:         Otto Flügge

Revision:              Waldemar Sydow

                            Paul Wilde

Aufgrund des Statuts des DAV der DDR und seiner Ordnungen wurde von der Mitgliederversammlung folgender Arbeitsplan beschlossen:

  • Jeder Bürger der DDR hat das Recht Mitglied im DAV zu werden. Die Aufnahme regelt sich nach dem Statut des DAV der DDR.
  • Das höchste Organ der Ortsgruppe (OG) Eichwalde ist die Mitgliederversammlung, sie wird 8mal im Jahr einberufen. Die Beschlussfähigkeit ist mit einfacher Stimmenmehrheit gegeben.

 

Rechte der Mitglieder

Jedes Mitglied hat das Recht:

  • an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen, die Leitung zu wählen und in sie gewählt zu werden
  • die Grundmittel der OG, welche Eigentum sind, zu nutzen
  • Anträge an die Mitgliederversammlung zu stellen und Abstimmung über die Behandlung zu fordern

 

6.2. Die Pacht eines Grundstücks und der Bau der Steganlagen

1964 wurde Walter Steiner zum 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe des Anglervereins Eichwalde. gewählt. Diesen Posten behielt er bis zu seinem Tod im Jahr 2000. Unter seinem Vorsitz wurden der neu gegründeten Ortsgruppe am 20. April 1964 360m² des Nachbargrundstücks Lindenstraße 4 in Eichwalde durch die Kommunale Wohnungsverwaltung (KWV) für 60 M (Mark der DDR) pro Jahr verpachtet. Das erste Vereinsgebäude war eine zum Wasser hin offene Pappgarage mit Wellblechdach. Der ehemalige Grenzpostensteg musste mit zwei Schwimmpontons erweitert werden, um dem damals geltenden Standard gerecht zu werden. Damit weitere Boote untergebracht werden konnten, beschloss man danach eine zweite Steganlage zu bauen. Der Anglerverein bekam somit immer mehr Vereinsmitglieder. 1964 erfolgte die Errichtung einer eigenen Slippanlage, um vor Ort die Boote der Sportangler in das Gewässer zu befördern oder sie, wenn nötig, aus dem Wasser zu holen. Das Grundgerüst des ersten Steges hält heute noch den Vereinssteg.

 

6.3. Entwicklung der Ortsgruppe in den 70er Jahren

Durch die vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder wurde u.a. die Steganlage erweitert. Damit gewann die Ortsgruppe Eichwalde an Attraktivität. Die Möglichkeit einen Liegeplatz für sein Boot zu bekommen, zog weitere Sportangler an, sodass der Verein im Jahre 1970 bereits 64 DAV- Mitglieder hatte. 1974 wurde der Antrag für den Bau eines Geräteschuppens mit überdachter Terrasse und Plumpsklo genehmigt. Am 25.Januar 1975 wurde ein langfristiger Nutzungsvertrag (10 Jahre) über 600m² von der Badewiese mit der Gemeinde Eichwalde geschlossen. 1977 erfolgte die Fertigstellung des Geräteschuppens, der überdachten Terrasse und des Plumpsklos. Damit verbesserten sich auch die Möglichkeiten des Vereinslebens als Nachbar der Badewiese. Am 31.Juli 1979 gab es dank der Verbesserungen insgesamt 132 Mitglieder, davon 52 Kinder und Jugendliche.

 

6.4. Die Stegerweiterung 1980

Im Jahre 1980 durfte der Verein durch die Erlaubnis der Gemeinde Eichwalde die Steganlage auf die heutige Größe erweitern. Zahlreiche freiwillige Helfer arbeiteten hunderte Stunden an diesem Steg. Am Ende war ein zweiter Steg mit weiteren 18 Bootsplätzen entstanden. Im gleichen Jahr zählte die Ortsgruppe DAV Eichwalde weit über 100 Mitglieder.

 

6.5. Die Ortsgruppe in der Wendezeit 1989/ 1990 und die Zeit der Wiedervereinigung

In der Wendezeit 1989/90 durchlebte der Verein viele Höhen und Tiefen wie den Ausstieg von 25 Petrijüngern aus der Ortsgruppe DAV Eichwalde. Ein wichtiger Höhepunkt in der Geschichte des Anglervereins war am 28.August 1990 die Eintragung als gemeinnütziger Verein (e.V.) in das Vereinsregister und die Umbenennung in den bis heute gültigen Namen „ Anglerverein Eichwalde e.V. “. Am 25.September 1990 (nach der Wende) gründete sich auf der Basis des „ Deutschen Anglerverbandes“ der Landesanglerverband Brandenburg e.V. als Dachorganisation aller Brandenburger Angler, der sich für gesunde, artenreiche Fischbestände einsetzt und ein erschwingliches, sozialverträgliches Angeln ermöglichen soll. Neun Jahre später (1999) erfolgte die Erneuerung der Steganlage. Im Jahr 2000 schien durch die Rückübertragungsansprüche und den Verkauf des Vereinsgeländes in der Lindenstr. 4 seitens der Alteigentümer das Aus für die Eichwalder Angler. Der Anglerverein wurde zuerst durch die Alteigentümer, dann durch den Käufer aufgefordert das Grundstück umgehend zu räumen und die Steganlage zu entfernen.

 

6.6. Ein neuer Pachtvertrag, das neue Anglerheim und die Zeit bis zum Jahr 2011

6.6.1. Der Pachtvertrag

Der bei der Wiedervereinigung zwischen den beiden deutschen Staaten geschlossene Einigungsvertrag gewährte dem Anglerverein jedoch Bestandsschutz bis 2013. Am 10.Januar 2001 begannen die Verhandlungen zwischen dem Vorstand des Anglervereins unter der Leitung des neuen 1.Vorsitzenden Bernd Kösling und dem Besitzer der Lindenstraße 4. Hier bewährte sich zähes Verhandlungsgeschick des Vorstandes, die Unterstützung der Gemeindevertretung Eichwalde und die Hilfe des Kreisanglerverbandes (KAV), der dem Verein sofort kostenlosen Rechtsbeistand gab. Die Gemeinde Eichwalde unter dem damaligen Bürgermeister Klischies stellte das Nachbargrundstück Lindenstraße 5 zur Pacht zur Verfügung und der Investor wurde verpflichtet vor dem Bau seines eigenen Hauses auf dem Grundstück Lindenstraße 4 einen Ersatz für das bisherige Anglerheim, an dessen Architektur die Angler mitwirken durften, zu bauen. Als Zwischenlösung bis zur Fertigstellung des neuen Vereinshauses diente ein Bauwagen.

 

6.6.2. Der Bau des Anglerheims

Der Baubeginn durch die Firma Royal Projekt GmbH (Bauleiter Herr Keil) wurde für Januar 2002 festgelegt. Das Fundament war Ende Februar eingebracht, Be- und Entwässerung angelegt und die ersten Wände aufgestellt. Das Richtfest fand vorfristig am 06.März 2002 statt und bereits Mitte des Monats wurden Wasser-, Entwässerungs-, Elektro- und Telefonleitungen in Eigenarbeit durch die Vereinsmitglieder verlegt. Im April war der Außenputz fertig, Fenster und Türen eingebaut, Elektro und Sanitär zu großen Teilen montiert. Die ersten Probleme mit der Baufirma begannen mit dem Fehlen der Unterlagen für die Rohbauabnahme und die Nicht-Beseitigung aufgezeigter Baumängel. In zähen Verhandlungen zwischen Vorstand und Baufirma konnten diese Probleme gelöst werden, sodass die Rohbauabnahme erfolgen konnte. Im nächsten Bauabschnitt traten jedoch gravierende Baumängel auf, die trotz mehrerer Baumängelanzeigen und Mahnungen seitens des Vereins von der Baufirma nicht behoben wurden. Eine letzte Frist zur Beseitigung der Baumängel wurde für September 2002 gesetzt. Es stellte sich heraus, dass die Royal Projekt GmbH zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie pleite war. Es kam zum Baustillstand. Der Bauauftrag für die Royal Projekt GmbH wurde gestoppt und das Restgeld für diese Baufirma gesperrt. Die Firma Belvedere unter der Weisung von Herrn Pawlick erneuerte komplett die Fliesen und beseitigte die Mängel. Der weitere Innenausbau sowie die Malerarbeiten und sonstige Ausgestaltung des Vereinshauses erfolgten durch die Angler selbst, sodass am 06.November 2002 die endgültige Bauabnahme durch die Bauaufsicht stattfand. Im Frühjahr 2003 war die offizielle Einweihungsfeier des neuen Anglerheims, für dessen Betreuung Werner Weiß beauftragt wurde.

Während des Baus wurde die nicht behandelte Gebäuderückwand illegal besprayed. Die Täter wurden gefasst, von einer Anzeige wurde jedoch abgesehen. Im Gegenzug verpflichteten sich die Sprayer das Anglerheim nach Fertigstellung mit einem zur Badewiese hin sichtbaren Anglerbild zu gestalten.

Im selben Jahr wurden in insgesamt über 3.500 freiwilligen Arbeitsstunden der 156 Vereinsmitglieder (der Ausbau des Anglerheims mit eingerechnet) noch eine Freiterrasse zur Seeseite und ein Schuppen gebaut.

 

 

 

6.6.3. Die Zeit nach dem Neubau bis zum Jahr 2011

In den nachfolgenden Jahren wurde das Vereinsgrundstück weiterhin verbessert und verschönert. So errichteten die Mitglieder 2005 eine neue Zaunanlage. 2006 wurden neue Terrassenmöbel angeschafft und im Jahr 2007 erfolgte der Anbau einer Jalousie auf der Terrasse. In Absprache mit dem Anglerverein erfolgte im Jahre 2008 ein Sanitäranbau für die Gäste der Badewiese durch die Gemeinde Eichwalde. Die Reparatur der Steganlage wurde im Jahr 2009 von den Mitgliedern des Anglervereins Eichwalde e.V. durchgeführt. 2010 beschloss die Mitgliederversammlung eine erneuerte Vereinssatzung. Die Renovierung des Anglerheims und der Terrasse wurde 2011 umgesetzt.

 

6.7. Das 50- jährige Vereinsjubiläum und die Zeit danach

Am 01.März 2012 hatte der Eichwalder Anglerverein sein 50.Jubiläum. Weil die alte Stegbeplankung viele morsche Stellen hatte und wegen des Jubiläums wurde die Steganlage in Eigenarbeit komplett neu beplankt. Am 12.Mai feierten die 83 Vereinsmitglieder mit ihren Familienangehörigen, vielen Gästen und befreundeten Vereinen auf dem Vereinsgelände am Zeuthener See ihr rundes Vereinsjubiläum.

Der 9.März 2013 ging als historisches Datum in die Geschichte der deutschen Angelfischerei ein. Der als „ Ost- Verband“ geltende Deutsche Anglerverband (DAV) stimmte an diesem Tag auf seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung im brandenburgischen Dahlewitz für die seit vielen Jahren angestrebte Vereinigung mit dem Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) der alten Bundesländer zum neuen Deutschen Angelfischerverband (DAFV). Der VDSF hatte bereits am 12.Februar für den Zusammenschluss votiert. Am 22.November 2013 fand in Saarbrücken die erste Jahreshauptversammlung des DAFV statt. Mit dem DAFV entstand einer der größten gesamtdeutschen Sportverbände. Er hat rund 800.000 Mitglieder und ist damit nach dem Fußballverband der zahlenmäßig größte deutsche Sportverband.

In der Jahreshauptversammlung im Januar 2015 wählten die Mitglieder des Anglervereins Eichwalde e.V. als Nachfolger für den langjährigen Vorsitzenden Bernd Kösling- Stefan Weidel zum neuen Vorsitzenden. Der ebenfalls viele Jahre tätige Kinder- und Jugendwart Andreas Wendel gab seine Funktion aus beruflichen Gründen ab. Die Mitglieder wählten Pierre Sieburg zum neuen Kinder- und Jugendwart.

Einladung zum 50. Jubiläum 1


 

7. Persönliches Fazit

Nach der Gründung im Jahre 1962 ging es trotz vielen Höhen und Tiefen immer weiter bergauf mit dem Anglerverein Eichwalde e.V.. Der Verein Konnte sich immer Mehr beweisen und bis zum heutigen Tag behaupten.

Anglerverein Eichwalde e.V. Eingang 1


Durch die Recherchen für die Facharbeit über die Geschichte des Anglervereins Eichwalde e.V. im DAV habe ich sehr wichtige Sachen erfahren, die meine Sicht auf diesen Verein stark zum Positiven verändert haben. Dazu gehört auch die Erkenntnis, wie wichtig Gemeinschaft sein kann und was man mit einem festen Willen und einer starken Gemeinschaft gutes schaffen und erreichen kann. Ich gehe nun mit Stolz in diesen Anglerverein, weil mir bewusst wurde Teil eines großartigen Vereins zu sein, der sich über Jahrzehnte- auch in Krisenzeiten- beweisen konnte. Außerdem hat mich die Facharbeit dazu gebracht eine komplette Geschichte über den Anglerverein Eichwalde e.V. im DAV zu schreiben. Da eine zusammenhängende Geschichte des Vereins noch nicht vorliegt, wird meine Facharbeit als Minibiographie im Jahr 2015 auf der Homepage des Anglervereins Eichwalde veröffentlich, was mich sehr freut.

8. Anhang

8.1. Quellenverzeichnis

www. eichwalde. com/ angler/ geschichte htm

www. anglerverein eichwalde. de/ geschichte.html

www. landesanglerverband- bdg. de

Bernd Kösling             : Anglerverein Eichwalde e.V. im DAV feiert sein 50- jähriges Jubiläum

Bernd Kösling             : Ansprache des Vorstandes des Anglervereins Eichwalde e.V. im DAV

Bernd Kösling             : Seit 50 Jahren angeln im Team

Peter Rößiger            : Geschichte des Anglervereins Eichwalde e.V.

Vorstand                     : Bericht des Vorstandes über die Tätigkeit des Anglervereins           Eichwalde e.V. im Sportjahr 2002

Peter Rößiger             Interview

 

8.2. Bildverzeichnis

DAFV Logo1:                                         http://www.dafv.de/images/home/20131005_01VBA/DAFV-Logo.jpg

Krummhaken1: http://www.swr.de//id=10580736/property=detail/pubVersion=2/width=316/1tr51m7/index.jpg

Stab- Angelhaken1:                                                                     http://de.academic.ru/pictures/dewiki/104/harpons.jpg

Landesanglerverband Brandenburg  Wappen1: http://www.fischundfang.de/var/plain_site/storage/images/fisch-und-fang/service/aktuelle-meldungen/brandenburg-ist-anglerland/8051364-1-ger-DE/Brandenburg-ist-Anglerland_lightbox.jpg

Eichwalder Wappen1:                                                                                                                                                                                                                                                   http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fd/Wappen_Eichwalde.png

Einladung zum 50.Jubiläum1:                                                                                  Anglerverein Eichwalde e.V. im DAV

Anglerverein Eichwalde e.V. Eingang1:                                                                                   http://anglerverein-eichwalde.de/

 

 

 

8.3. Zitatnachweis

Seite 7, teilweise, Punkt 6.5. Die Ortsgruppe in der Wendezeit 1989/1990 und die Wiedervereinigung:

www.landesanglerverband-bdg.de

Heinz Haase: Geschichtliches aus der Angelfischerei

Seite 9, 2. Absatz, Punkt 6.7. Das 50- jährige Vereinsjubiläum und die Zeit danach

www.mein-biss.de

 

8.4. Seiten Zahl

Meine Facharbeit im Fach Geschichte über den Anglerverein Eichwalde umfasst 2770 Wörter.

Web-Links

Verbände
dav240

 

lav240

 

kav240

 

Freunde des Vereins

coca240

schuetz240

bigfish lo240

tauchmann240

Weitere Links

blinker

fischundfang

____________________________

Layout by CTG                                                                                   Template by webgau